Serie: Fans Hobby
Fraktion: Autobot
Kategorie: Convention Exclusive
Jahr: 2026
Vorwort: Wir brauchen mehr Männer! Wir haben noch nicht alle Männer! Hört Ihr mich, Fans Hobby? Wir brauchen mehr Männer! Alle Männer! Aber zum Glück haben wir jetzt endlich einen weiteren Mann, nämlich Fireman, den nächsten inoffiziellen Third Party Turbomaster. Nachdem wir also jahrelang immer nur Predator-Männer bekamen, geht’s jetzt endlich mit den Turbomaster-Männern weiter. Los geht’s!
Robotermodus: Wie bereits alle anderen Turbomasters und Predators von Fans Hobby, ist natürlich auch Fireman ein Retool einer bereits existenten Figur. Fans Hobbys Flame Breaker, ihre Version von G1 Headmaster Hosehead, bekam neue Farben, einen neuen Kopf, und eine neue Waffe, um zu einer Third Party Version von Turbomaster Scorch zu werden. Wenig überraschend, da Flame Breaker ein Feuerwehrwagen ist, wo Scorch ein leicht deformierter Pickup war, sieht die Figur ein wenig anders aus als damals im Jahr 1992.
Im Robotermodus liegt der Hauptunterschied erstmal darin, dass Fireman keine Windschutzscheibe als Brust hat. Bei ihm wurde die zu den Schienenbeinen. Die Brustplatte ist ein wenig so skulptiert, dass man eine pinke Windschutzscheibe erahnen kann, aber das generelle Layout der Figur ist dann halt doch anders. Die Farben tun einiges, um das auszugleichen. Das Gelb und Blau mit den rosa Details und den Flammen auf der Brust funktioniert schon mal sehr gut als Hommage. Das Gelb ist etwas satter als beim Original, aber vielleicht ist meine alte Figur auch einfach schon etwas ausgeblichen. Der Kopf ist ebenfalls dem Original nachempfunden, allerdings sind diese Flügel an den Seiten relativ zum Kopf gesehen kleiner als damals. Aber die Ähnlichkeit ist auf jeden Fall da.
Von der Ähnlichkeit mit der G1 Figur abgesehen sieht Fireman sehr gut aus, wie ich finde. Er ist groß, er ist breit, er hat große Stiefel und massige Unterarme, einen schön skulptierten Torso und – bedenkt man dass er praktisch ein Shell-Former ist – eine recht Kibble-freie Silhouette. Das Chassis des Trucks faltet sich in den Rucksack und die Beine zusammen, Autoteile sieht man praktisch keine. Die Beweglichkeit ist sehr gut, inklusive sich öffnender Hände und einem Kippgelenk zwischen Brust und Bauch (der sog. Ab Crunch). Hier also keine Beschwerden. Man kann Firemans Brust auch aufklappen, um darunter seine Tech Spec Ratings zu lesen (also wenn der Kopf drinsteckt, natürlich), ein Übrigbleibsel der Headmaster Figur, als die er ursprünglich gedacht war.
Und dann wäre da noch die Waffe. Wie alle Turbomasters trägt auch Fireman eine große Turbine mit einer gelben Rakete darin als Waffe. Kein Abfeuer-Mechanismus, aber cool aussehen tut es. Eine sehr kurze Rakete steckt in der Turbine, zwei längere Raketen können seitlich an den Beinen angebracht werden, ähnlich wie schon bei G1 Scorch.
Unterm Strich: die Ähnlichkeit mit dem alten Roboter resultiert hauptsächlich aus den Farben, aber insgesamt ein netter Robotermodus. Mir gefällt’s.
Alternativmodus: Wie schon oben erwähnt war der originale Scorch ein leicht deformierter Pickup Truck, wo die große Turbomaster Turbine hinten auf der Ladefläche montiert war. Fireman, wie man schon aus dem Namen erahnen kann, ist stattdessen ein Spritzwagen der Feuerwehr. Die Leiter, die bei Flame Breaker noch dabei war, ist allerdings weg, stattdessen ist jetzt die Turbine oben drauf.
Der Truck sieht insgesamt gut aus, auch wenn man sehen kann, dass er aus vielen Einzelplatten zusammengesetzt ist. Die Transformation in den Truck Modus ist relativ einfach, allerdings braucht es ein wenig Fingerspitzengefühl, damit die diversen Platten alle richtig ineinander klicken. Der fertige Truck zeigt keine sichtbaren Roboterteile und hält auch gut zusammen. Es gibt eine Menge gemalter bzw. skulptierter Details, hier also keine Beschwerden. Das einzige, was ich etwas schräg finde, sind die Außenspiegel. Ehrlich gesagt habe ich vergessen, sie für die Fotos des Truck Modus auszuklappen, aber man dreht sie eigentlich auch nur nach oben und rotiert sie dann um 90 Grad, mehr ist es nicht. Das hätte man denke ich etwas schicker machen können.
Der Truck bietet eine richtige Fahrerkabine, allerdings sind die Seitentüren nur Show. Öffnen muss man ihn nach vorne, wo man dann zwei Sitze für die „Junior Drivers“ vorfindet, besser bekannt als Headmaster Figuren (bzw. Junior Headmasters in Japan). Firemans Kopf, zum Roboter transformiert, kann hier bedenkenlos Platz nehmen. Als japanischer Truck ist das Lenkrad natürlich rechts, wo auch sonst. Da wir hier zwei Sitze aber nur einen Fahrer haben, kann der andere Sitz als Stauraum für die abnehmbare Stirn von Fireman genutzt werden (siehe hunten).
Unterm Strich: es ist mit Sicherheit nicht der richtige Fahrzeugmodus für G1 Scorch, aber davon abgesehen ein anständiger Truck.
Partner: Wie schon oben erwähnt ist Fireman ein Headmaster, somit lässt sich der Kopf abnehmen und wird zu einem kleinen Roboter / gepanzerten Menschen (sucht’s Euch aus). Die Figur ist allerdings nicht der gesamte Kopf, es gibt ein separates Teil, welches die Stirn und diese Seitenflügel beisteuert. Die Figur ist für die Größe anständig beweglich mit Knien und Ellbogen und auch die Detaillierung ist nett gemacht.
Bemerkungen: Drei Jahre sind vergangen seit Bossman, dem letzten Fans Hobby Turbomaster vor diesem hier. Nun aber sind die Predators durch und Fans Hobby bringt uns endlich ein paar mehr von den Guten. Da Fans Hobby bei seinen bisherigen Figuren keinen Pickup Truck im Angebot hatte, ist es wenig überraschend dass der Alternativmodus nicht so wirklich passt. Aber dank den neuen Farben und dem Kopf funktioniert Scorch als (abgewandelte) Version von G1 Scorch ganz gut. Drei Turbomasters fehlen uns ja noch (Hurricane, Rotorstorm und Flash), also mal gucken was Fans Hobby für die nimmt.
Unterm Strich für diese Figur: ich denke sie macht den Job, Scorch darzustellen, so gut wie es der nicht passende Alternativmodus halt zulässt. Hätte ich mir einen vorbildgetreueren Scorch mit einem Pickup Truck Modus gewünscht? Ja, schon, aber ich bin trotzdem sehr froh, dass wir endlich den nächsten Turbomaster kriegen, somit war es nie Thema für mich, ihn nicht zu holen. Wer allerdings keine leicht ungesunde Fixierung auf die Turbomasters hat, so wie ich, dem bringt diese Figur hier vielleicht nicht so wirklich viel. Wobei ich finde, dass es farblich die bisher mit Abstand beste Version des Molds ist. Finales Urteils somit: wer Turbomaster Fan ist, der sollte ihn holen. Alle anderen sollen sich selbst überlegen, ob er ihnen das Geld wert ist.
Gesamtnote: 2
Bildergalerie:
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