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Das ist der Weg, scheinbar!
 
Serie: Universe
Fraktion: Autobot
Kategorie: Ultra
Jahr: 2003

 

Befolgt meine Befehle oder verschwindet!
Depth Charge wurde von Primus und Optimus Primal von der anderen Seite der Matrix zurückgeholt und weiß, dass seine Mission im anstehenden Krieg gegen den Monsterplaneten Unicron gerade erst begonnen hat. Nachdem er sich endlich seines langjährigen Nemesis Protoform X (in den Beast Wars als Rampage bekannt) entledigt hat, erklärte sich dieser stille, humorlose Krieger sofort bereit, King Atlas darin zu unterstützen, im Inneren des Monsterplaneten ein Flüchtlingsnetzwerk aufzubauen. Depth Charge verlangt nicht weniger als Perfektion von seinen Kameraden, alles andere ist in seinen Augen ungenügend und er hat kein Problem damit, faule Autobots darüber aufzuklären.

Sein fusionsgetriebene Cyberhai Drohne unternimmt Aufklärungsmissionen und dient als Verstärkung im Kampf. Sie kann auch zu einer Handwaffe werden, die zwei Quantentorpedos abfeuert. Depth Charges Biestmodus ist für den Unterwasserkampf optimiert und kann selbst dem stärksten Wasserdruck standhalten. Offensivwaffen in dieser Gestalt sind seine Drohne und ein ionischer Diskuswerfer in der Vordersektion seines Rochen-Modus. Sein Zwischenodus als Weltraumkreuzer kann den planetaren Orbit erreichen. Im Robotermodus feuert er ionische Disks aus seiner Brust ab und führt ein Energo-Schwert für den Nahkampf. Zur Verteidigung können seine Flügel als Schilde dienen und wehren die meisten Energie- und Raketenangriffe ab. Sie sind außerdem Solar-Kollektoren und speichern Energie für längere Missionen in den Tiefen des Ozeans. Obwohl Depth Charge in jeder Situation ein geschickter Krieger ist, sind seine Fähigkeiten Unterwasser unerreicht.

 

Vorwort: Die 1990er waren ein seltsames Jahrzehnt, und von Rache getriebene Antihelden lagen voll im Trend. Von dort stammt auch Beast Wars Depth Charge: zu cool für die Guten, zornig, gebrochen und ständig stinksauer. Nachdem er im finalen Kampf gegen seinen Erzfeind ums Leben kam, wurde er für die Transformers Universe Reihe mit einem coolen neuen Farbschema wiederbelebt. Hier ist also Universe (2003) Depth Charge, nun ganz in Boba-Fett-Farben. Los geht’s!

Robotermodus: Natürlich ist Universe Depth Charge ein Repaint von Beast Wars Depth Charge (mit einigen kleineren Änderungen) den ich bereits mal rezensiert habe. Das ist allerdings zwanzig Jahre her (ja, ich mache das schon ziemlich lange), also können wir dieser Figur ruhig noch eine Runde gönnen.

Depth Charge ist ein Transformer der Ultra Klasse, was nach heutigen Maßstäben einer ziemlich großen Leader-Klasse-Figur entspräche. Dank seiner großen Flügel und des noch größeren Rucksacks wirkt er sogar noch größer, als er tatsächlich ist. Die Flügel können seitlich und oben eingeklappt werden, wenn ihr eine schmalere Silhouette bevorzugt, doch in der Standardkonfiguration präsentiert Depth Charge stolz seine volle Flügelspannweite, damit ihr Bescheid wisst. 

Wie die meisten Figuren, die ursprünglich aus Beast Wars stammen, ist Depth Charge sehr gut beweglich. Er hat Knie, bewegliche Füße, Ellbogen sowie eine drehbare Hüften und einen drehbaren Hals – das volle Programm. Sein riesiger Rucksack macht ihn natürlich etwas hecklastig, doch seine großen Fersensporne können das in den meisten Posen ausgleichen. Und wenn gar nichts mehr hilft, lässt sich der Mantarochen-Schwanz als drittes Bein verwenden (siehe Bild 9 in der Galerie). Der Schwanz kann abgenommen werden, wenn ihr den Rucksack ein kleines bisschen kompakter machen möchtet, dann liegt allerdings ein loses Teil herum. 

Depth Charges neuer Farbanstrich besteht überwiegend aus dunklen Rot- und Grüntönen sowie einem hellen Grau. Laut TFWiki wurde er von Slave I inspiriert, dem Raumschiff von Boba Fett aus der ursprünglichen Star-Wars-Trilogie. Ehrlich gesagt erkenne ich das nicht wirklich, aber ich war auch nie ein besonders großer Fett-Fan. Wie auch immer: Die Farben stehen ihm wirklich gut. Ich kann mich nicht recht entscheiden, ob sie besser aussehen als beim Original, doch zumindest gibt es hier keine zum Abblättern neigende Chromfarbe, was definitiv ein Pluspunkt ist. 

Was die Bewaffnung angeht, ist Depth Charge hervorragend für die Jagd nach Königskrabben gerüstet. Er trägt seine Cybershark-Drohne als Doppelraketenwerfer, benutzt den hintersten Teil seines Rochen-Schwanzes als Schwert und verfügt über einen eingebauten Diskuswerfer in der Brust. Der Auslöser ist die Rückenfinne an seinem Rucksack; klappt man seinen Kopf nach hinten, öffnet sich der Schacht, in den die Disks geladen werden. Zur Verteidigung kann Depth Charge seine Flügel halbwegs als Schild um seinen Körper legen.

Obwohl Universe Depth Charge „nur“ ein Repaint der vorherigen Figur ist, wurden aus Sicherheitsgründen einige Änderungen vorgenommen. Die „Kopflappen“ – jene Teile an seinen Knien, die zu den Mundpartien des Mantarochen werden – bestehen diesmal aus einem weicheren, beinahe gummiartigen Kunststoff. Der Schwanz seiner Cybershark-Drohne ist nun ein separates Teil, das seitlich gedreht werden kann, damit der Roboter sie besser halten kann; außerdem löst es sich, wenn zu viel Druck ausgeübt wird. Schließlich erhielten die aus seiner Brust abgefeuerten Disks einen dickeren, abgerundeten Rand. Dadurch passen jetzt nur noch fünf statt wie beim Original sieben Disks in seine Brustkammer.

Fazit zum Robotermodus: großartig, solange man ihn nicht von hinten betrachtet. Der sehr große Rucksack und die Art, wie die Flügel befestigt sind, machen die Figur äußerst hecklastig. Ich vermute, dass dafür hauptsächlich der Abschussmechanismus der Disks verantwortlich ist, denn ansonsten sehe ich keinen Grund, warum es nicht noch ein zusätzliches Gelenk oder Ähnliches geben könnte, um das Ganze wenigstens nach unten und flach an den Rücken zu klappen. Abgesehen von diesem (ziemlich großen) Problem gefällt mir der Robotermodus jedoch sehr gut. Ob ich ihn besser finde als das Original, tja, das ist ein äußerst knappes Rennen. 

Alternativmodus: Depth Charge verwandelt sich in einen wahrhaft gigantischen Mantarochen. Die Verwandlung ist zwar nicht gerade in einem Schritt erledigt, aber dennoch nicht allzu schwierig. Auf eines solltet ihr achten: Die Gelenke, an denen der Unterkörper des Roboters um die Brust rotiert, neigen zu Belastungsspuren und Brüchen. Seid dort also vorsichtig und wendet beim Drehen nicht zu viel Kraft an. Auf den Bildern 10 und 17 in der Galerie sind die Belastungsspuren ansatzweise zu erkennen.

Der fertige Mantarochen sieht trotz seiner eindeutig kybernetischen Natur großartig aus, und die neue Farbgebung auf den Flügeln kommt hier noch besser zur Geltung als im Robotermodus. Der lange Schwanz lässt sich über zwei Gelenke seitlich schwenken, und die Flügel können ein wenig schlagen. Habe ich erwähnt, dass er großartig aussieht?

Der Diskuswerfer aus dem Robotermodus bleibt hier voll funktionsfähig, und die Hai-Drohne kann entweder neben dem Mantarochen „schwimmen“ oder an seiner Unterseite befestigt werden. Kleiner Hinweis: Sie hält deutlich besser, wenn die Roboterarme, die nun in Turbinen enden, im rechten Winkel stehen, sodass die Hai-Drohne gewissermaßen in den Ellbogen aufliegt. Die offizielle Positionierung der Arme flach an der Unterseite (oder zumindest so flach wie möglich) funktioniert ebenfalls, doch auf diese Weise hält die Drohne nicht gut.

Ich bin mir nicht sicher, ob Depth Charge in der Serie jemals als Transmetal bezeichnet wurde, doch er ist eindeutig eine Transmetal-Figur und besitzt als solche eine Art dritten Modus, den er auch in der Fernsehserie recht häufig nutzte. Er wird Weltraumkreuzer-Modus genannt, doch eigentlich ist es nur der Mantarochen, dessen Flügel nun senkrecht statt waagerecht stehen. Das ist alles, das ist der gesamte Unterschied. Ich nehme an, er soll hier wie ein TIE-Jäger wirken (noch eine Star-Wars-Anspielung, falls es tatsächlich eine ist), ansonsten finde ich diesen Modus jedoch ziemlich unspektakulär.

Fazit: Depth Charges Biestmodus ist großartig und wunderschön. Zwar wirkt die ursprüngliche Beast-Wars-Version eindeutig „aquatischer“, doch auch diese Variante gefällt mir optisch sehr gut. Boba Fett oder Slave I erkenne ich darin ehrlich gesagt noch immer nicht wirklich, aber egal. Er sieht trotzdem großartig aus!

Bemerkungen: Nach seinem Tod im Finale von Beast Wars fand Depth Charge endlich Frieden in der Matrix, nachdem seine Rache an Rampage / Protoform X vollendet war. Dieser Frieden wurde jedoch gestört, als Primus ihn auf Bitten von Optimus Primal wiedererweckte, um Cybertron gegen die Streitkräfte Unicrons zu verteidigen (wie in den Transformers-Universe-Comics von 3H Productions zu sehen). Depth Charge wollte nicht erneut kämpfen und versuchte, sich aus dem Konflikt herauszuhalten, wurde jedoch schnell wieder hineingezogen: zunächst, als er Rattrap gegen eine korrumpierte Blackarachnia verteidigte, und anschließend im Kampf gegen eine Horde Sharkticons. Seinem Profiltext zufolge half er schließlich King Atlas dabei, Flüchtlinge aus dem Inneren Unicrons zu befreien. Sein endgültiges Schicksal blieb jedoch ungeklärt, da 3H Productions die Transformers Lizenz verlor, bevor die Universe Comicreihe beendet werden konnte.

Depth Charge kombiniert einen der besten aquatischen Alternativmodi aller Zeiten mit einem ziemlich cool aussehenden Robotermodus, der jedoch einige Schwächen hat, insbesondere diesen riesigen Rucksack. Wenn ich die Universe- und die Beast-Wars-Version nebeneinander betrachte, bin ich mir nicht sicher, welche mir besser gefällt. Da ich jedoch der Beast Wars Fanatiker bin, der ich nun einmal bin, behalte ich einfach beide. Fazit: eine klare Empfehlung für Fans aquatischer Biestmodi oder allgemein großartiger Biestmodi. Vielleicht sogar für Star-Wars-Fans, wer weiß? Wie auch immer, dieser Kerl ist wirklich cool, doch die Schwächen des Robotermodus solltet ihr im Hinterkopf behalten.

Gesamtnote: 2-

 

Toy DB Link

Bildergalerie:

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